This is not OK

Moin.

Mami Made hat zum Nähen aufgerufen und zum Verlinken. Ganz im Sinne der Näherinnen, die für unsere Kleidung unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten müssen.

Ich gebe zu,  das war nicht meine erste Intention,  als ich mit dem Nähen anfing. Überhaupt ist das Thema fairtraide eine endlose Schleife.  Wenn man da einmal anfängt,  findet man kein Ende.  Dennoch entscheidet der Verbraucher immer durch den Kauf,  wie Dinge produziert werden.  Das fängt bei Fleisch an und hört bei Kaffee auf.

Als ich vor ein paar Jahren eine Reportage über die Kaffeeherstellung und den damit verbundenen Bedingungen für die Arbeiter sah,  kaufte ich von da ab nur fairtraide Kaffee. So schrecklich fand ich das, was ich da sah. Interessanterweise stellte mein Einkaufsladen zu dem Zeitpunkt um und nahm zugunsten Kapselkaffes fast alle fairtraide Produkte aus dem Sortiment. Begründung: es kommt das ins Regal,  was mehr gekauft wird.

Um meine Kleidung hatte ich mir bis dahin wenig Gedanken gemacht.  Gut, einschlägige 2 Euro T-Shirt Kaufhäuser habe ich nicht aufgesucht.
Seit ich nähe,  kaufe ich nicht mehr. Ganz unbewusst ist dieser Prozess eingetreten. Sehr entspannend, sich nicht mehr im Konsumtempel aufhalten zu müssen. Dass ich mit dem Verzicht auch ein Statement abgebe,  hat der Blogbeitrag von Mami Made
nun deutlich gemacht.

Ich reihe mich also nun ein.
Mit meiner Amy von Romy.
Amy ist eigentlich ein Top mit Knotenärmeln. Das Unterteil habe ich verlängert auf ein Kleid und schräg zum Bruch aufgelegt,  um Weite zu schaffen.  Der Stoff ist ein Baumwoll-Jersey.
image

image

image

image
Amy ist ganz ohne Tränen genäht, von mir. Und auch wenn ihr nicht selbst nähen könnt oder wollt oder auf Preise gucken müsst, die Welt verändern können wir mit kleinen Dingen, mit Achtsamkeit.

Der Satz: es kommt ins Regal, was mehr gekauft wird, sollte uns allen zeigen, dass wir Dinge verändern können, jeder im Kleinen und zusammen im Großen.Sei es, Lebensmittel zu verbrauchen und nicht wegzuschmeissen, Mindesthaltbarkeitsdatum ignorieren und erstmal prüfen, ob das Produkt noch gut ist, was der fürchterlichen Überproduktion an Lebensmitteln Einhalt gebietet. Mit Russlands Grossvernichtungsaktion von Tonnen an Essen aus reinem Trotz, weil irgendwelche Einfuhrverbote nicht eingehalten wurden, rede ich erst gar nicht, sonst rege ich mich wieder auf. 2 Euro T-Shirts zu umgehen, Fair Trade Kaffee und Schokolade kaufen, was auch immer es ist, seid achtsamer mit euch, eurer Umwelt und den Menschen.

Denn vieles, was passiert ist eben nicht ok.
Beste Grüße, Frau Lohse

Advertisements

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Der Stoff ist so toll! Und das Kleid fetzt.

  2. mamimade sagt:

    Voll der coole Beitrag!!! Love it! 🙂

  3. Toller Beitrag! Danke für die wahren Worte!

  4. Nicole sagt:

    Bei deinen Kreationen versteh ich gut, dass du gar keine Lust mehr hast, einkaufen zu gehen! Und das Kleid hier ist einfach nur umwerfend!!
    lg, Nicole

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s